Zweites Quartal 2025: Rückgang nach Vorquartalsrekord
Nach zwei starken Vorquartalen rutschte der Aussenhandel im zweiten Quartal 2025 in beiden Verkehrsrichtungen ins Minus. So reduzierten sich die Exporte gegenüber dem ersten Quartal 2025 saisonbereinigt um 5,3 Prozent und die Importe um 7,1 Prozent. Die Entwicklung war fast ausschliesslich durch die Ergebnisse in der Pharmasparte bedingt. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 13,4 Milliarden Franken.
Gesamtentwicklung
Hatte der Aussenhandel im ersten Quartal 2025 noch in beiden Handelsrichtungen Rekordwerte ausgewiesen, unterschritt dieser im zweiten Quartal 2025 die Vorquartalsergebnisse merklich. Die Exporte sanken dabei saisonbereinigt um 5,3 Prozent (real: –1,4 Prozent) auf 70,1 Milliarden Franken. Auf Jahressicht zeigen die Exporte damit insgesamt eine Stagnation. Die Importe reduzierten sich gegenüber dem Vorquartal um 7,1 Prozent (real: –4,5 Prozent), wodurch sie auf 56,7 Milliarden Franken zu liegen kamen. Auch die Importe tendieren innert Jahresfrist zur Stagnation. Die Handelsbilanz schrieb im zweiten Quartal 2025 einen Überschuss von 13,4 Milliarden Franken.
Lieferungen nach Deutschland mit viertem Quartalsplus in Folge
Für das Ausmass des Exportrückgangs im zweiten Quartal 2025 war erneut die Sparte Chemie-Pharma ausschlaggebend. Nach zwei starken Quartalen gingen deren Ausfuhren um 9,6 Prozent oder 4,2 Milliarden Franken zurück. Gut ein Drittel davon entfiel auf Medikamentenlieferungen. Auf der Minusseite standen zudem die Warengruppen Bijouterie und Juwelierwaren sowie Textilien, Bekleidung und Schuhe. Die Ausfuhren von Uhren (+2,6 Prozent) und Maschinen und Elektronik (+1,4 Prozent) verzeichneten derweil im Jahr 2025 den zweiten Zuwachs in Folge – beide Bereiche waren in den vorangegangenen Quartalen tendenziell rückläufig.
Geografisch zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Nach dem Rekordwert im Vorquartal (getrieben durch Vorzieheffekte) brachen die Exporte nach Nordamerika um 25,9 Prozent ein (USA: –29,4 Prozent) und lagen wieder auf ähnlichem Niveau wie im Schlussquartal 2024. Auch die Lieferungen nach Europa sanken um 1,6 Prozent. Dabei vermochten Deutschland und Österreich mit einem kumulierten Zuwachs von 398 Millionen Franken den Rückgang nach Italien von 518 Millionen Franken nicht zu kompensieren. Für Deutschland und Österreich bedeutet das Plus die vierte respektive dritte Zunahme in Folge. Die Ausfuhren nach Asien legten um 2,0 Prozent zu.
Importe aus Slowenien nehmen innert Quartalsfrist um 4,2 Milliarden Franken ab
Im zweiten Quartal 2025 sanken die Importe in allen zwölf Warengruppen, insbesondere aber jene von chemisch-pharmazeutischen Produkten. Hier verringerten sich die Bezüge saisonbereinigt um 14,2 Prozent oder 3,3 Milliarden Franken. Deutlich gingen auch die Importe von Energieträgern zurück (–15,1 Prozent, preisbedingt) sowie – weniger ausgeprägt – jene von Metallen und Präzisionsinstrumenten. Der Rückgang der drei genannten Sparten belief sich kumuliert auf 676 Millionen Franken. Bezogen auf die Kontinente sanken die Importe aus allen drei grossen Beschaffungsräumen. Aus Europa (–5,7 Prozent) importierte die Schweiz im zweiten Quartal 2025 für 2,6 Milliarden Franken weniger Güter, wobei dies in erster Linie auf das deutliche Minus mit Slowenien zurückzuführen war (–4,2 Milliarden Franken; vor allem Chemie-Pharma). Erwähnenswert ist auch der Rückgang bei Italien im Umfang von 687 Millionen Franken. Die Importe aus Nordamerika nahmen um 11,2 Prozent oder 442 Millionen Franken ab. Bei Asien ergab sich ein Rückgang um 3,2 Prozent oder 321 Millionen Franken. Praktisch aus allen grösseren Ländern im asiatischen Raum wurde weniger eingeführt. Am deutlichsten war dies bei Japan; hier reduzierten sich die Importe innert Quartalsfrist um 195 Millionen Franken.
Link zur Medienmitteilung
Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit












































