Juli 2025: Aussenhandel im Minus
Der schweizerische Aussenhandel glitt im Juli 2025 ins Minus: Sowohl die Exporte wie auch die Importe bildeten sich gegenüber dem Vormonat zurück und zwar saisonbereinigt um 2,7 und 4,2 Prozent. Erneut prägte Chemie-Pharma die Aussenhandelsentwicklung massgeblich. Der Handelsbilanzüberschuss belief sich auf 4,3 Milliarden Franken.
Gesamtentwicklung
Nach dem Vormonatsplus sanken die Exporte im Juli 2025 saisonbereinigt um 2,7 Prozent (real: –2,7 Prozent) auf 22,2 Milliarden Franken. Auf 12-Monatsfrist stagnieren damit die Exporte. Die Importe verringerten sich um 4,2 Prozent (real: –0,3 Prozent) auf 17,9 Milliarden Franken und somit auf den niedrigsten Wert seit November 2024. Im Langzeitvergleich zeigt sich weiterhin eine Stagnation. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 4,3 Milliarden Franken.
Exporte von Maschinen und Elektronik weiterhin auf Stagnationskurs
Die Exportentwicklung im Juli 2025 präsentierte sich auffallend entgegengesetzt: So reichte die Spannweite von –9,7 Prozent (Bijouterie und Juwelierwaren; –108 Millionen Franken) hin zu +8,4 Prozent (Uhren; +177 Millionen Franken). Letztere Warengruppe wies dadurch das zweite Monatsplus in Folge und zugleich den zweithöchsten Auslandumsatz im laufenden Jahr aus. Für das negative Gesamtergebnis war indes die Sparte chemisch-pharmazeutische Produkte hauptverantwortlich. Hier gingen die Exporte innert Monatsfrist um 859 Millionen Franken oder 6,8 Prozent zurück. Erwähnenswert ist ferner die Sparte Maschinen- und Elektronik (–0,3 Prozent): Deren Entwicklung zeigt seit Januar 2024 einen relativ stabilen monatlichen Auslandumsatz knapp unter der 2,7 Milliarden-Franken-Marke.
Während die Ausfuhren nach Europa (–4,5 Prozent) und Asien (–1,3 Prozent) rückläufig waren, stagnierten jene nach Nordamerika (+0,2 Prozent; USA: +1,1 Prozent). In Europa stachen Slowenien, Österreich und Frankreich mit einem kumulierten Rückgang von 966 Millionen Franken hervor. Demgegenüber steigerte sich der Versand nach Italien gegenüber dem Vormonat um 298 Millionen Franken. In Asien war insbesondere der chinesische Absatzmarkt für das Gesamtminus verantwortlich, sanken doch die Lieferungen dorthin um fast einen Zehntel oder 119 Millionen Franken.
Importe aus Irland (Chemie-Pharma) auf dem tiefsten Stand seit Januar 2024
Der Importrückgang im Juli 2025 war hauptsächlich durch drei Sparten bedingt, darunter mit den chemisch-pharmazeutischen Produkten die umsatzstärkste. Deren Bezüge nahmen innert Monatsfrist um 11,7 Prozent oder 733 Millionen Franken ab. Rückläufig waren ausserdem die Importe von Energieträgern (–12,2 Prozent oder 100 Millionen Franken) sowie von Bijouterie und Juwelierwaren (–9,2 Prozent). Demgegenüber stiegen die Einfuhren von Maschinen und Elektronik sowie Fahrzeugen um 1,9 und 3,2 Prozent.
Während die Importe aus Europa (–5,8 Prozent) und Nordamerika (USA: –7,9 Prozent) sanken, nahmen jene aus Asien (+5,2 Prozent) zu. Nach einem Rückgang im Vormonat von 42,8 Prozent stiegen die Einfuhren aus Slowenien im Juli 2025 um 22,7 Prozent oder 249 Millionen Franken (Chemie-Pharma). Dagegen verringerten sich die Importe aus Irland um –62,7 Prozent oder 296 Millionen Franken auf den niedrigsten Stand seit Januar 2024. Auch die Bezüge aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien nahmen deutlich ab und waren für das Importminus bei Europa mitverantwortlich. Das Plus bei Asien rührte von den kräftigen Mehrimporten aus Südkorea her; in den beiden Vormonaten waren allerdings hohe Rückgänge zu verzeichnen.
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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit













































