EU-Verpackungsverordnung PPWR in der Praxis
Rollen klären, Verpackungen erfassen und Pflichten umsetzen
Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR verändert die Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle in der EU. Der 12. August 2026 markiert den zentralen Startpunkt für die allgemeine Anwendung der Verordnung. Zusätzliche Anforderungen, etwa Kennzeichnungspflichten oder EPR-bezogene Verpflichtungen, greifen bereits vor 2030.
Für Schweizer Exportunternehmen stellen sich deshalb konkrete Fragen:
– Welche Rolle übernimmt unser Unternehmen?
– Welche Verpackungen sind betroffen?
– Welche Anforderungen gelten bereits?
– Welche Dokumente und Nachweise benötigen wir?
– Wie organisieren wir die Umsetzung im Unternehmen?
Im Workshop ordnen die Teilnehmenden ihre Situation ein. Sie analysieren typische B2B- und B2C-Fälle, prüfen Rollen und Verantwortlichkeiten und leiten konkrete Umsetzungsschritte ab.
Schwerpunkte
- Grundverständnis der PPWR: Zielsetzung, Anwendungsbereich und Abgrenzung zwischen Unternehmens-Compliance und konkreten Anforderungen an Produkte bzw. Verpackungen.
- Rollen und Verantwortlichkeiten: Einordnung von Hersteller, Importeur, Händler und weiteren Wirtschaftsakteuren sowie die Frage, wer in welcher Konstellation rechtlich verantwortlich ist.
- Betroffene Verpackungen: Welche Verpackungsarten unter die PPWR fallen und wie Verkaufs-, Um-, Transport- und E-Commerce-Verpackungen einzuordnen sind.
- Pflichten für Wirtschaftsakteure: Registrierung, Informationspflichten, technische Dokumentation, Konformitätserklärung und Nachweise entlang der Lieferkette.
- Marktzugangsanforderungen an Verpackungen: Stoffbeschränkungen, im Fokus: Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile, Kompostierbarkeit, Verpackungsminimierung, Leerraum, Wiederverwendung sowie Kennzeichnung im Ausblick
- Extended Producer Responsibility (EPR): Grundprinzip, nationale Registrierungs- und Meldepflichten, EPR-Systeme und Gebühren sowie Anforderungen an Bevollmächtigte.
- Praktische Umsetzung: Entscheidungssystematik zur Bestimmung der eigenen Rolle, typische B2B- und B2C-Fälle, grenzüberschreitender Vertrieb sowie konkrete Umsetzungsschritte im Unternehmen.
- Praxisbeispiele und offene Fragen
Leitung
Anand Nair, Senior Consultant Sustainability Services BDO
Annika Huber, Consultant Sustainability Services BDO
TermineAusgebucht14.10.2026, Zürich
10.11.2026, Zürich
Dauer
8.45 bis 12.00 Uhr
Kosten
Mitglieder CHF 370.00 / Person
Nichtmitglieder CHF 520.00 / Person









































