Januar 2026: Exporte eröffnen das neue Jahr im Plus
Gegenläufiger Auftakt im ersten Monat des Jahres 2026: Während die Exporte im Januar saisonbereinigt mit einem Plus starteten (+2,3 Prozent; Dezember 2025: –4,4 Prozent), unterschritten die Importe das Vormonatsergebnis um 0,9 Prozent. Einfuhrseitig war dies das dritte Minus in Folge. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 3,6 Milliarden Franken.
Gesamtentwicklung
Die Exporte stiegen im Januar 2026 saisonbereinigt um 2,3 Prozent auf 23,0 Milliarden Franken (real: +3,6 Prozent). Damit setzt sich die seit Mai 2025 registrierte Seitwärtsentwicklung fort. Die Importe verringerten sich gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent auf 19,4 Milliarden Franken (real: +1,0 Prozent). Seit Oktober 2025 waren die Einfuhren drei Monate in Folge leicht rückläufig und zeigen somit eine sinkende Tendenz. Der Handelsbilanzüberschuss stieg im Januar wieder an und betrug 3,6 Milliarden Franken
Chemie-Pharma sorgt für steigende Exporte
Im Januar 2026 wies die Hälfte der Warengruppen einen Anstieg aus. Den höchsten Wachstumsbeitrag leisteten die Chemischen und Pharmazeutischen Erzeugnisse mit einer Zunahme um 538 Millionen Franken oder +4,9 Prozent. Im Dezember 2025 hatte die Sparte allerdings einen deutlichen Rückgang von 11 Prozent hinnehmen müssen. Auf der Plusseite standen ausserdem die Warengruppen Maschinen, Elektronik und Apparate sowie Metalle und Metallerzeugnisse, deren Exporte insgesamt um 108 Millionen Franken zulegten. Die Exporte von Uhren stagnierten im Januar, dies nachdem die Branche in den beiden Vormonaten einen beachtlichen Anstieg erzielt hatte. Demgegenüber verringerten sich die Ausfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren sowie Fahrzeugen.
Bezogen auf die geografische Entwicklung setzte die Schweiz lediglich in Europa mehr Güter ab; hier stieg die Nachfrage innert Monatsfrist um 5,3 Prozent oder 680 Millionen Franken. Gleich mehrere Länder fielen dabei mit kräftigen Mehrbezügen auf, so Deutschland, Italien, die Niederlande, Spanien und Belgien. Dagegen sanken die Ausfuhren nach Slowenien, Frankreich und Österreich insgesamt um 548 Millionen Franken. Der Versand nach Asien und Nordamerika ging um 3,5 und 7,2 Prozent (USA: –7,1 Prozent) zurück. In Asien sanken namentlich die Lieferungen nach Japan und Singapur.
Importe aus Dänemark springen auf neuen Höchststand
Der leichte Rückgang der Importe im Januar 2026 war nahezu vollständig auf die rückläufigen Einfuhren von Fahrzeugen, Maschinen, Elektronik und Apparaten sowie Energieträgern zurückzuführen, welche kumuliert um 208 Millionen Franken schrumpften. Letztere fielen auf den niedrigsten Stand seit Juni 2021. Positiv entwickelten sich dagegen die Bezüge von Nahrungs-, Futter und Genussmitteln. Deren Importe legten im abgelaufenen Monat um 1,4 Prozent oder 20 Millionen Franken zu und näherten sich wieder dem Rekordwert von August 2025.
Geografisch betrachtet blieben die Einfuhren aus Europa (–0,2 Prozent) praktisch unverändert, innerhalb des Kontinents zeigten sich aber stark divergierende Entwicklungen: Die Importe aus Slowenien, Deutschland und Frankreich verzeichneten zusammengenommen ein Minus von 621 Millionen Franken. Demgegenüber stehen deutlich ansteigende Warenbezüge aus Österreich (+171 Millionen Franken) und Dänemark (+172 Millionen Franken). Die Importe aus Dänemark verdoppelten sich somit und erreichten einen neuen Höchstwert von 334 Millionen Franken. Das Plus bei den Einfuhren aus Nordamerika (+34,9 Prozent) war beinahe komplett auf die markant gestiegenen Bezüge aus den USA (Chemie) zurückzuführen (+33,4 Prozent). Auch die Importe aus Asien legten zu (+1,5 Prozent), dies zum dritten Mal in Folge. Hier stach insbesondere Japan hervor mit einem Zuwachs um 105 Million Franken oder 45,4 Prozent.
Link zur Medienmitteilung
Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit






































