Jahr 2025: Chemie-Pharma hievt Exporte auf neuen Rekord
Der schweizerische Aussenhandel vermochte im Jahr 2025 in beiden Handelsrichtungen zuzulegen. Die Exporte nahmen um 1,4 Prozent auf 287,0 Milliarden Franken zu und erreichten damit einen neuen Rekordstand. Die Importe stiegen – nach zwei Vorjahren im Minus – um 4,5 Prozent auf 232,7 Milliarden Franken. Dies entspricht dem zweithöchsten Wert in der Geschichte. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 54,3 Milliarden Franken aus.
Gesamtentwicklung
Bezogen auf die vierteljährliche Entwicklung stiegen die Exporte im ersten Quartal 2025 saisonbereinigt leicht. In den beiden darauffolgenden Quartalen rutschten die Exporte derweil nominal ins Minus. Im Schlussquartal 2025 wechselte die Entwicklung mit +0,8 Prozent wieder auf die Plusseite. Bei den Importen verlief die Quartalsentwicklung konsistenter: Mit Ausnahme des zweiten Quartals resultierte saisonbereinigt in den drei übrigen Quartalen nominal und real ein Anstieg.
Chemie-Pharma baut ihren Anteil an den Gesamtexporten weiter aus
Das Plus im Jahr 2025 basierte auf fünf der zehn Warengruppen. Den höchsten Beitrag lieferten die Chemischen und Pharmazeutischen Erzeugnisse mit +3,3 Milliarden Franken, wobei hier die Sparte Antisera und Vaccine mit +5,5 Milliarden Franken obenauf schwang. Der Ausfuhrwert der gesamten Warengruppe Chemie-Pharma stieg damit auf einen neuen Rekordstand von 152 Milliarden Franken und einen Anteil von 53 Prozent an den Totalexporten. Erwähnenswert ist ferner die Steigerung der Exporte von Fahrzeugen (+850 Millionen Franken) sowie Bijouterie und Juwelierwaren (+720 Millionen Franken). Bei Erstgenannten trug der Bereich Luftfahrzeuge allein 347 Millionen Franken bei. Auf der «Verliererseite» waren derweil die Sparten Maschinen, Elektronik und Apparate, deren Lieferungen leicht zurückgingen (–0,6 Prozent) sowie Uhren (–1,7 Prozent). Dies ist bei den Genannten der dritte beziehungsweise der zweite jährliche Rückgang in Folge.
Nach Wirtschaftsräumen gegliedert setzte die Schweiz in Nordamerika (+3,8 Prozent; USA: + 3,9 Prozent) und in Europa (+1,8 Prozent) mehr Güter ab. Hier expandierten insbesondere die Lieferungen nach Deutschland, Österreich, Italien und Irland im Gesamtumfang von 3,6 Milliarden Franken. Markant rückläufig waren hingegen die Ausfuhren nach Spanien (-975 Millionen Franken). Der Versand nach Asien verringerte sich insgesamt um 1,9 Prozent. So sanken die Exporte nach China, Japan und Hongkong kumuliert um 1,7 Milliarden Franken. Die Lieferungen nach China fielen dabei auf den niedrigsten Stand seit 2020. Demgegenüber stiegen die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien um 415 und 122 Millionen Franken.
Importe: drei Warengruppen als Wachstumstreiber
Die Importe stiegen innert Jahresfrist um 10,1 Milliarden Franken. Das Plus basierte im Wesentlichen auf drei Warengruppen. 8,0 Milliarden Franken des Importanstieg entfielen allein auf die Chemischen und Pharmazeutischen Erzeugnisse. Daran partizipierten alle Untersparten, allen voran die Arzneiwaren (+4,3 Milliarden Franken). Eine merkliche Zunahme wiesen zudem die Einfuhren von Nahrungs-, Futter- und Genussmitteln (+1,2 Milliarden Franken) auf, womit sie zugleich einen historischen Rekordstand erreichten. Als dritte im Bund steuerten die Bijouterie und Juwelierwaren 935 Millionen Franken Mehrimporte bei.
Die Schweiz bezog im Jahr 2025 nur aus Europa mehr Waren (+6,6 Prozent). Allerdings beschränkte sich die Mehrnachfrage im Wesentlichen auf Güter aus Slowenien (+7,9 Milliarden Franken) sowie aus Deutschland und Frankreich (je +2,0 Milliarden Franken). Dagegen gingen die Importe aus Spanien innert Jahresfrist um 1,1 Milliarden Franken zurück. Bei Asien resultierte ein insgesamt leichter Rückgang von 0,6 Prozent. Hier standen den rückläufigen Importen aus Singapur, Japan und Hongkong im Umfang von 2,5 Milliarden Franken Mehrimporte aus China und Südkorea von kumuliert 1,7 Milliarden Franken gegenüber. Die Einfuhren aus Nordamerika sanken um 6,3 Prozent (USA: –5,7 Prozent).
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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit







































