Zweites Quartal 2026: Exporte beenden einjährige Durststrecke
Nach vier Vorquartalen im Minus legten die Exporte im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt um 8,8 Prozent zu, wobei die reale Entwicklung verhalten blieb (+0,6 Prozent). Mit 73,2 Milliarden Franken erreichten die Exporte niveaumässig das dritthöchste Ergebnis der Geschichte. Die Importe wuchsen um 4,9 Prozent (real: +1,5 Prozent) auf 59,3 Milliarden Franken. Dies stellt den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2025 dar.
Gesamtentwicklung
Die Exporte weiteten sich im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 8,8 Prozent aus (real: +0,6 Prozent). Damit endete zwar die Negativserie der vier vergangenen Quartale, gleichwohl schwächeln die Exporte trendmässig weiterhin. Die Importe legten im zweiten Quartal 2026 ebenfalls zu (+4,9 Prozent; real: +1,5 Prozent). Damit setzte sich ihre bisherige stagnierende Entwicklungstendenz fort. Der Handelsbilanzüberschuss belief sich im zweiten Quartal 2026 auf 13,9 Milliarden Franken.
Exporte: Chemie-Pharma legt im zweiten Quartal 2026 um 5,1 Milliarden Franken zu
Sechs der zehn wichtigsten Warengruppen wiesen im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg auf. Die umsatzstärkste Warengruppe, die chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse, verzeichnete ein Plus von 15,2 Prozent oder 5,1 Milliarden Franken – dies allerdings nach vier schwächelnden Vorquartalen. Wachstumstreiber waren hier die Antisera und Vaccine sowie die Arzneiwaren (+16,9 bzw. +12,3 Prozent). Auffällig zugelegt haben auch die Exporte von Elektrischem Strom, die innert Quartalsfrist um 518 Millionen Franken stiegen. Erwähnenswert ist ferner das Plus bei den Maschinen, Elektronik und Apparate von 220 Millionen Franken. Derweil gingen die Exporte von Uhren leicht zurück (–1,1 Prozent).
Geografisch fiel die Entwicklung sehr differenziert aus. Während die Exporte nach Nordamerika – nach zwei negativen Vorquartalen – um kräftige 21,8 Prozent wuchsen (USA: +21,5 Prozent), erhöhten sich jene nach Asien um 6,8 Prozent. Dagegen stockte der Absatz in Europa bei +0,3 Prozent. In Asien stiegen namentlich die Exporte nach Japan und Singapur zusammen um 254 Millionen Franken. In Europa standen derweil hohen Mehrexporten nach Belgien, Deutschland und Frankreich spürbare Rückgange nach Slowenien, Italien und Österreich gegenüber.
Importe steigen auf breiter Front
Mit Ausnahme der Nahrungs-, Futter- und Genussmittel wiesen alle bedeutenden Warengruppen im zweiten Quartal 2026 eine Importerhöhung auf. Die Hälfte des Wachstumsbeitrags stammte dabei allein von den chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen (+1,4 Milliarden Franken). Insbesondere die Arzneiwaren legten nahmhaft zu. Zu nennen sind zudem die Energieträger; hier wuchsen die Importe von Mineral- und Erdöl zusammen um 293 Millionen Franken. Ebenfalls beachtlich nahmen die Importe in den Sparten Maschinen, Elektronik und Apparate, Fahrzeuge sowie Bijouterie und Juwelierwaren zu.
Im zweiten Quartal 2026 lag die Entwicklung nach den verschiedenen geografischen Räumen nahe beieinander: Asien +4,3 Prozent, Nordamerika +4,2 Prozent und Europa +3,1 Prozent. Bei Letztgenannten stachen Slowenien, Deutschland und Frankreich mit einem Gesamtplus in der Höhe von 942 Millionen Franken hervor. In Asien war es praktisch nur China, das für den Gesamtanstieg verantwortlich war. So bezog die Schweiz innert Quartalsfrist 13,2 Prozent oder für 628 Millionen Franken mehr Waren aus dem Reich der Mitte. Dagegen nahmen die Importe aus Südkorea nach vier starken Vorquartalen um einen Drittel oder 345 Millionen Franken ab.
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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit






































