Februar 2026: Auf und Ab bei den Exporten hält an
Die Exporte konnten im Februar 2026 nicht an die positive Entwicklung des Januars anknüpfen, gingen sie doch saisonbereinigt um 2,7 Prozent zurück. Damit hielt die wechselnde Auf- und Abwärtsbewegung der vergangenen Monate an. Importseitig resultierte
mit –8,3 Prozent der vierte monatliche Rückgang in Serie. In der Folge weitete sich der Überschuss in der Handelsbilanz innert Monatsfrist um rund eine Milliarde auf 4,4 Milliarden Franken aus.
Gesamtentwicklung
Im Februar 2026 verringerten sich die Exporte saisonbereinigt um 2,7 Prozent auf 22,2 Milliarden Franken (real: –0,3 Prozent) und fielen damit auf den niedrigsten Stand seit März 2024. Über die letzten zehn Monate zeigen die Exporte weiterhin insgesamt einen Seitwärtstrend. Die Importe sanken um 8,3 Prozent (real: –5,1 Prozent) auf 17,8 Milliarden Franken. Mit diesem Einbruch verstärkte sich die negative Tendenz der letzten vier Monate. Der Überschuss in der Handelsbilanz stieg auf 4,4 Milliarden Franken.
Export: Rückgang auf breiter Basis
Im Februar 2026 wiesen neun der zehn Warengruppen ein Exportminus auf. Die grössten Einbussen vermeldete mit –348 Millionen Franken (–3,1 Prozent) die Sparte der chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse. Auch die Ausfuhren von Maschinen, Elektronik und Apparaten sanken um 2,6 Prozent oder 119 Millionen Franken. Rückläufig waren zudem die Exporte von Metallen und Metallerzeugnissen (–5,7 Prozent), Textilien, Bekleidung und Schuhen (–7,9 Prozent) sowie Kunststoffen (–5,6 Prozent). Nahezu unverändert blieben die Ausfuhren von Nahrungs-, Futter- und Genussmitteln sowie von elektrischem Strom. Positiv entwickelten sich einzig die Uhrenexporte mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent. Sie setzten somit die Aufwärtstendenz der letzten fünf Monate fort.
Bezogen auf die grossen Absatzregionen stiegen die Ausfuhren einzig nach Nordamerika (+19,4 Prozent), wobei die USA mit einem Plus 675 Millionen Franken den Hauptteil beisteuerten. Demgegenüber sanken die Exporte nach Europa um 3,5 Prozent. Die stark gestiegenen (Pharma- )Lieferungen nach Belgien (+358 Millionen Franken) konnten die kumulierten Rückgänge von 676 Millionen Franken nach Österreich, Deutschland, Spanien, Italien und Slowenien nicht kompensieren. Auch die Exporte nach Asien gaben im Februar nach. Das Minus betrug 12,0 Prozent oder 546 Millionen Franken, wobei knapp die Hälfte auf China entfiel (–248 Millionen Franken).
Importe: Arzneiwaren verringern sich um 1,2 Milliarden Franken
Der hohe Importrückgang im Februar 2026 war praktisch vollständig auf die markant gesunkenen Einfuhren in der Sparte chemische und pharmazeutische Erzeugnisse zurückzuführen. Allein der Bezug von Arzneiwaren reduzierte sich innert Monatsfrist um 1,2 Milliarden Franken oder 31,9 Prozent. Demgegenüber legten die Importe von Fahrzeugen um 101 Millionen Franken und jene von Energieträgern um 65 Millionen Franken zu.
Mit Blick auf die geografische Entwicklung sanken die Einfuhren aus allen drei grossen Wirtschaftsräumen deutlich. Am ausgeprägtesten war das Minus bei Nordamerika (–27,7 Prozent; namentlich Chemie-Pharma), wobei hier im Vormonat noch ein hoher Anstieg um einen Drittel resultiert hatte. Um einen Zehntel sanken die Bezüge aus Europa. Dabei setzte sich der Rückgang der Importe aus Slowenien (–29,2 Prozent oder –526 Millionen Franken) im dritten Monat in Folge fort. Deutlich weniger führte die Schweiz auch aus Deutschland, Spanien, Belgien und Österreich ein. Letzteres verzeichnete allerdings im Januar 2026 noch ein kräftiges Plus um einen Fünftel. Die Importe aus Asien verringerten sich insgesamt um 8,9 Prozent. Hier standen dem hohen Minus bei Saudi-Arabien (Bijouterie) beachtliche Mehrimporte aus Singapur und Hongkong gegenüber
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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit







































