April 2026: Stockende Exporte

Im April 2026 verharrten die Exporte (+0,1 Prozent), nach dem leichten Plus im Vormonat, saisonbereinigt bei 22,3 Milliarden Franken. Dagegen verzeichneten die Importe nach dem kräftigen Wachstum im März ein Minus von 3,0 Prozent und sanken auf 19,0 Milliarden Franken (real: +4,1 Prozent). Der Rückgang kam fast ausschliesslich von der Sparte Chemie-Pharma her. Der Handelsbilanzüberschuss belief sich auf 3,2 Milliarden Franken.

Gesamtentwicklung

Nach einem leichten Anstieg im Vormonat stagnierten die Exporte saisonbereinigt im April 2026 (+0,1 Prozent) und erreichten 22,3 Milliarden Franken, während sie real um 3,0 Prozent stiegen. Damit setzten die Exporte ihren stagnierenden Kurs der Vormonate fort. Die Importe zeigen hingegen einen insgesamt leicht negativen Trend. Nach einem kräftigen Plus im März reduzierte sich der Warenbezug um 3,0 Prozent. Dazu trug im Wesentlichen der Einfuhrrückgang bei den chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen bei. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 3,2 Milliarden Franken aus.

Export: Antisera und Vaccine steigen um 1,3 Milliarden Franken

Sieben der zehn Sparten verzeichneten im April 2026 ein Plus. Positiv entwickelten sich die Maschinen, Elektronik und Apparate (+5,5 Prozent), welche nach zwei negativen Monaten, einen Anstieg erzielten. Auch die Uhren (+5,0 Prozent) neutralisierten das Vormonatsminus. Am deutlichsten zeigte sich die negative Entwicklung bei den chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen. So verloren diese das Vormonatsplus und fielen mit 11,1 Milliarden Franken wieder auf den Stand des Februars zurück. Verantwortlich für diesen Rückgang waren die pharmazeutischen Grundstoffe sowie die chemischen Erzeugnisse. Zugleich legte hier die Sparte Antisera und Vaccine um 1,3 Milliarden Franken zu, womit das Vormonatsminus mehr als vollständig ausgeglichen wurde.

Regional zeigte sich ein heterogenes Bild: So verlief die Entwicklung zwischen Europa (-11,6 Prozent) und den anderen beiden grossen Wirtschaftsräumen Nordamerika (+16,2 Prozent) und Asien (+9,8 Prozent) diametral entgegengesetzt. Das Ergebnis in Nordamerika ist vor allem auf die Mehrexporte in die USA zurückzuführen (+16,0 Prozent). Demgegenüber erhöhten sich die Exporte nach Asien insgesamt, wobei Türkiye (+44,5 Prozent), Singapur (+12,6 Prozent) und Japan (+9,2 Prozent) die höchsten Wachstumsraten aufwiesen. In Europa stand namentlich Slowenien auf der Minusseite. Die Exporte dorthin halbierten sich innert Monatsfrist und fielen damit auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2023.

Importe: Volatile Entwicklung der Chemie-Pharma

Obwohl acht der elf Warengruppen einen Anstieg verzeichneten, blieb die Gesamtentwicklung negativ. Dafür verantwortlich waren in erster Linie die chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse, die sich seit Jahresbeginn stark volatil zeigten. Nach einem Rückgang um fast einen Viertel im Februar folgte im März ein kräftiges Plus von 36,2 Prozent; der April schnitt sodann mit einem Minus von 16,2 Prozent ab. Die Einfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren verzeichneten nach einem Minus im Vormonat ein Plus von 50,4 Prozent oder 304 Millionen Franken. Deutlich positiv entwickelten sich auch die Bezüge von Energieträgern (+15,0 Prozent oder 121 Millionen Franken) sowie von Fahrzeugen (+5,7 Prozent oder 95 Millionen Franken).

Geografisch rührte der Rückgang von den gesunkenen Importen aus Europa her (-1,1 Prozent). Hier zeigte sich indes eine gegenläufige Entwicklung: Während die Einfuhren aus Deutschland und Slowenien sanken, kumuliert um 558 Millionen Franken, stiegen jene nach Frankreich (+15,4 Prozent), Spanien (+16,0 Prozent) und Irland (+52,6 Prozent) um insgesamt 382 Millionen Franken. Demgegenüber nahmen die Importe aus Nordamerika (+7,0 Prozent; USA: +6,4 Prozent) und Asien (+4,4 Prozent) merklich zu.

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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit