Oktober 2025: Aussenhandel stabilisiert sich in beide Richtungen

Im Oktober 2025 stagnierte der schweizerische Aussenhandel in beiden Handelsrichtungen. Die Exporte blieben nach einem leichten Plus im Vormonat saisonbereinigt nahezu unverändert und beliefen sich auf 22,5 Milliarden Franken (–0,3 Prozent). Auch die Importe blieben (+0,2 Prozent) nach zwei positiven Monaten saisonbereinigt bei 19,9 Milliarden Franken weitgehend konstant. Der Überschuss der Handelsbilanz verzeichnete den vierten Rückgang in Folge und belief sich auf 2,6 Milliarden Franken.

Gesamtentwicklung

Die saisonbereinigten Exporte (–0,3 Prozent) stagnierten im Oktober 2025 nominal auf dem Niveau des Vormonats bei 22,5 Milliarden Franken, während sie real mit 0,6 Prozent leicht sanken. Auch bei den Importen zeigte sich kaum Bewegung (nominal: +0,2 Prozent, real: +0,1 Prozent) - sie verharrten bei 19,9 Milliarden Franken. Aufgrund der Stagnation in beiden Handelsrichtungen sank der Handelsbilanzüberschuss innert Monatsfrist nur geringfügig auf 2,6 Milliarden Franken.

Deutlicher Rückgang der Fahrzeugexporte

Im Oktober 2025 entwickelten sich die Exporte je nach Branche unterschiedlich. Sieben von elf Warengruppen verzeichneten Zuwächse, während es in anderen Bereichen deutliche Einbussen gab. Leicht gestiegen sind die Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten, Uhren, Nahrungs- und Genussmittel, Metallen sowie Maschinen- und Elektronik – zusammen erzielten sie ein Plus von 224 Millionen Franken. Die Uhrenexporte stiegen erstmals wieder seit Juli 2025 (+1,9 Prozent). Die Ausfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren verzeichneten nach einem starken Plus im Vormonat ein Minus von 13,6 Prozent oder 144 Millionen Franken. Noch stärker traf es die Fahrzeuge, deren Ausfuhren nach zwei Monaten im Plus um 39,5 Prozent oder 250 Millionen Franken sanken. Diese Entwicklung ist fast ausschliesslich auf die Sparte Flugzeuge zurückzuführen, welche im Vormonat den höchsten Wert seit sechs Jahren und im Oktober den niedrigsten Wert seit zwei Jahren erzielten. Leichte Rückgänge zeigten sich zudem bei den Präzisionsinstrumenten und Papier und grafischen Erzeugnissen.

Spürbar war die negative Entwicklung bei den Lieferungen nach Nordamerika (–5,1 Prozent; USA: –5,5 Prozent). Die Exporte nach Europa entwickelten sich im Oktober positiv (+6,9 Prozent), innerhalb des Kontinents zeigten sich aber Unterschiede: Während die Ausfuhren nach Deutschland (+12,8 Prozent) und Slowenien (+61,9 Prozent) stark zunahmen – kumuliert um knapp 1,4 Milliarden Franken – gingen jene nach Italien um 11,3 Prozent oder 217 Millionen Franken zurück. Nach Asien sanken die Lieferungen um 3,1 Prozent oder 140 Millionen Franken

Importe aus Deutschland und Österreich klar im Plus

Im Oktober 2025 sanken die Importe von chemisch-pharmazeutischen Produkten innert Monatsfrist um 1,4 Prozent oder 109 Millionen Franken. Rückläufig waren auch die Importe von Nahrungs- und Genussmitteln (–1,4 Prozent) sowie die Bijouterie und Juwelierwaren (–3,7 Prozent). Demgegenüber stiegen die Einfuhren von Energieträgern und Fahrzeugen nach einem Minus im Vormonat. Die Zunahme in den beiden genannten Sparten belief sich auf 168 Millionen Franken.

Regional nahmen die Einfuhren aus Europa um 1,4 Prozent zu, während jene aus Nordamerika (–0,3 Prozent; USA: +0,6 Prozent) praktisch stabil blieben. Das Plus in Europa ist hauptsächlich auf die wachsenden Lieferungen aus Deutschland (+9,5 Prozent) und Österreich (+21,6 Prozent) zurückzuführen. Positiv entwickelten sich zudem die Importe aus Irland, welche zum dritten Mal in Folge kräftig stiegen (+31,6 Prozent). In Asien (–2,5 Prozent) dämpften vor allem sinkende Importe aus Südkorea (–25,7 Prozent) das Ergebnis, nachdem diese im September noch deutlich zugenommen hatten.

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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit