November 2025: Aussenhandel setzt Seitwärtstrend fort

Im vorletzten Monat des Jahres 2025 stiegen die Exporte saisonbereinigt um 1,6 Prozent, während die Importe im November mit –0,8 Prozent das Vormonatsergebnis leicht unterschritten. Damit bestätigte der schweizerische Aussenhandel im Wesentlichen die stagnierende Entwicklung der vergangenen Monate. In der Handelsbilanz übertraf der Überschuss wieder die 3-Milliarden-Franken-Marke, nachdem dieser zuvor drei Monate in Folge rückläufig gewesen war.

Gesamtentwicklung

Im November nahmen die Exporte saisonbereinigt um 1,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Franken zu (Vormonat: –0,5 Prozent), derweil sie real um 0,6 Prozent zurückgingen. Damit setzte sich die seit Mitte Jahr registrierte stagnierende Tendenz insgesamt fort. Leicht rückläufig waren indes die Importe: sie sanken nominal um 0,8 Prozent auf 19,8 Milliarden Franken, verharrten real aber mit +0,2 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Auch importseitig stockt die Entwicklung seit April 2025 tendenziell. In der Handelsbilanz resultierte im November 2025 ein Überschuss von 3,0 Milliarden Franken.

Breit abgestütztes Exportwachstum

Im Berichtsmonat wiesen acht der elf Warengruppen ein Plus auf. Umsatzmässig am deutlichsten legten dabei die Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten (+192 Millionen Franken) sowie jene von Fahrzeugen zu (+136 Millionen Franken). Letztgenannte steigerten ihren Absatz innert Monatsfrist gleich um einen Drittel, namentlich im Bereich der Luftfahrzeuge. Hier expandierten die Verkäufe mehr als das Doppelte, wobei im Vormonat noch ein massives Minus von 70 Prozent resultiert hatte. Einen nennenswerten Zuwachs verzeichneten ausserdem die Ausfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren. Dagegen stagnierten die Verkäufe von Uhren und Metallen auf dem Niveau des Vormonats.

Regional zeigte sich im November eine divergierende Entwicklung: Dem deutlichen Anstieg der Exporte nach Nordamerika (+7,5 Prozent; USA: +7,6 Prozent) und Asien (+5,3 Prozent) standen rückläufige Ausfuhren nach Europa (–2,6 Prozent) gegenüber. Während in Asien China mit einem markanten Plus um einen Fünftel oder 238 Millionen Franken herausstach (Chemie-Pharma), litt in Europa das Gesamtergebnis unter dem deutlichen Exportrückgang nach Slowenien im Umfang von 329 Millionen Franken.

Importe von Bijouterie und Juwelierwaren steigen um rund zwei Fünftel

Das Minus bei den Importen stammte fast ausschliesslich von den chemisch-pharmazeutischen Produkten, deren Bezügen innert Monatsfrist um 6,4 Prozent oder 482 Millionen Franken zurückgingen. Weniger eingeführt wurden im November auch Präzisionsinstrumente (–1,3 Prozent) sowie Nahrungs- und Genussmittel (–1,2 Prozent). Dagegen stiegen die Importe von Bijouterie und Juwelierwaren um 37,6 Prozent oder 258 Millionen Franken. Weitere sieben der insgesamt zwölf Warengruppen verzeichneten einen Anstieg zwischen +0,6 und 4,5 Prozent.

Während die Einfuhren aus Europa (–1,3 Prozent) und Nordamerika (–1,0 Prozent; USA: –3,5 Prozent) rückläufig waren, nahmen jene aus Asien zu (+1,7 Prozent). Bei Europa belasteten namentlich die Mindereinfuhren aus Deutschland und Irland von kumuliert 602 Millionen Franken das Kontinentalergebnis. Derweil legten die Einfuhren aus Slowenien gleich um einen Fünftel oder 431 Millionen Franken zu. In Asien stachen China, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Saudi-Arabien positiv heraus, während Japan und Hongkong mit rückläufigen Lieferungen auffielen.

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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit