August 2025: Exporte schwächeln weiterhin

Nachdem die Ausfuhren bereits im Vormonat abgenommen hatten, gingen sie auch im August 2025 saisonbereinigt um 1,0 Prozent zurück. Während regional vor allem die USA-Exporte das Ergebnis belasteten, sanken nach Warengruppen insbesondere die Uhrenlieferungen. Die Importe stiegen leicht um 0,4 Prozent. Dadurch verringerte sich der Handelsbilanzüberschuss auf 3,9 Milliarden Franken.

Gesamtentwicklung

Die saisonbereinigten Exporte sanken im August 2025 nominal um 1,0 Prozent auf 22,0 Milliarden Franken, während sie real um 2,4 Prozent zulegten. Trotz der volatilen Entwicklungen in den Vormonaten neigen sie im Jahresvergleich zur Stagnation. Auch die Importe zeigen mit der Ausnahme vom positiven Ausschlag im März eine klare Seitwärtsbewegung auf. Im August stiegen sie um 0,4 Prozent (real: +0,6 Prozent) auf 18,1 Milliarden Franken. Durch die divergierende Entwicklung von Einund Ausfuhren verringerte sich der Handelsbilanzüberschuss auf 3,9 Milliarden Franken.

Bijouterie- und Juwelierwarenexporte verzeichnen drittes Minus in Folge

Den Exportrückgang im August 2025 bekam insbesondere die Uhrenindustrie zu spüren – nach einem kräftigen Plus im Vormonat nahmen ihre Ausfuhren um 8,6 Prozent oder 198 Millionen Franken ab. Gleichzeitig mussten Bijouterie und Juwelierwaren (–7,5 Prozent oder –75 Millionen Franken) zum dritten Mal in Folge einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Weiter verbuchten auch Maschinen und Elektronik, Präzisionsinstrumente und Metalle leichte Rückgänge. Lediglich Exporte von chemisch-pharmazeutischen Produkten, Fahrzeugen sowie Nahrungs- und Genussmitteln legten leicht zu. Kumuliert belief sich die Zunahme der drei genannten Sparten auf 99 Millionen Franken.

Regional war der Rückgang bei den Exporten nach Nordamerika am stärksten spürbar (–12,6 Prozent), während die Ausfuhren nach Asien nur leicht abnahmen (–0,6 Prozent). Ein Lichtblick war Europa: Dorthin stiegen die Ausfuhren um 1,6 Prozent oder 205 Millionen Franken, getrieben vor allem durch stark wachsende Lieferungen nach Österreich (+43,2 Prozent), Polen (+37,2 Prozent) und Frankreich (+23,9 Prozent). Das Minus der Exporte nach Nordamerika ging auf die deutlich geringeren Lieferungen (vor allem Chemie-Pharma und Uhren) in die USA zurück: Diese sanken um 22,1 Prozent oder 873 Millionen Franken und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Ende 2020. Gegenteilig entwickelten sich die Ausfuhren nach Kanada. Sie nahmen um 67,7 Prozent oder 171 Millionen Franken zu.

Importe aus Deutschland auf tiefstem Stand seit knapp 5 Jahren

Im August 2025 entwickelten sich sieben von zwölf Warengruppen einfuhrseitig positiv. Zuwächse verzeichneten unter anderem die Importe von Energieträgern (+84 Millionen Franken) und Fahrzeugen (+46 Millionen Franken). Auch die Einfuhren der umsatzstärksten Warengruppe, der chemisch-pharmazeutischen Produkte steigerten sich um 28 Millionen Franken. Auf der anderen Seite gingen die Bezüge von Maschinen und Elektronik sowie Bijouterie und Juwelierwaren um 98 beziehungsweise 78 Millionen Franken zurück.

Während die Einfuhren aus Europa um 1,0 Prozent zulegten, blieben jene aus Asien (–0,2 Prozent) und Nordamerika (+0,2 Prozent; USA: –0,4 Prozent) weitgehend unverändert. In Europa glichen die höheren Importe aus Slowenien und Österreich von kumuliert 415 Millionen Franken die rückläufigen Lieferungen aus Deutschland (–310 Millionen Franken) mehr als aus. Damit sanken die Importe aus Deutschland auf den tiefsten Stand seit Dezember 2020. Auf das asiatische Gesamtergebnis wirkten sich vor allem die rückläufigen Importe aus Südkorea dämpfend aus, nachdem diese im Juli noch deutlich zugenommen hatten.

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Herausgeber: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit